Das Areal des ehemaligen Schlachthofs wird durch eine Reihe von Elementen definiert, die sich nach gewissen Regeln wiederholen und eine Stadt in der Stadt bilden. Der Bau des Studentenhauses wird zur Gelegenheit, einen hortus conclusus zu bilden, der die Enklave des Gesamtkomplexes schliesst. Der Eingriff ist entlang der Flussachse eingefügt und bezieht sich auf deren kulturellen Einrichtungen. Der Zugangsplatz wirkt als Katalysator für das gesamte Areal, wo ein grosses hängendes Vordach einen urbanen Moment definiert. Die Interventionsstrategie sieht eine konservative Haltung und eine Aufwertung der bestehenden Gebäude vor, wobei ihre Natur und ihr Charakter so weit wie möglich erhalten bleiben und den industriellen Charakter des Gebiets fortgesetzt wird. Die neuen Elemente, wie Erschliessung und dienende Elemente, werden als objet trouvé in den monumentalen Bestand eingefügt. Das Volumen des Studentenhauses ergänzt den orthogonalen Grundriss des ursprünglichen Gebäudes. Die Wohneinheiten profitieren von einer doppelten Ausrichtung, wobei die Balkone die Enklave des ehemaligen Schlachthofs beleben. Das Grundprinzip des Gebäudes besteht aus einer offenen und anpassungsfähigen Infrastruktur. Im neuen Gebäude ist ein hoher Vorfertigungsgrad sowie ein möglichst geringer Materialeinsatz vorgesehen. Die Nordfassade des Gebäudes ist durch eine Reihe von Stahlbetonwänden konzipiert, auf diesen Elementen stützen HEB200-Metallträger, die wiederum die Balkone und Räume definieren, die auf Stahl-Beton-Verbundstützen ruhen.