Der neue Universitätscampus für USI und SUPSI in Lugano befindet sich entlang des Flusses Cassarate, an gegenüberliegender Seite des bestehenden Campus, und markiert bewusst einen Massstabssprung in einem Viertel, das hauptsächlich aus Wohnhäusern besteht.
Das Volumen ist durch die Beanspruchungen des Kontextes artikuliert und definiert gleichzeitig im Inneren einen öffentlichen Raum, damit die Räume von USI und SUPSI um einen Innenhof, ein offenes Atrium des Campus, gruppiert sind.
Um einen Säulengang herum sind die Zugänge zu den einzelnen Instituten und den wichtigsten öffentlichen Funktionen angeordnet. Das öffentliche Programm wird bis zum Ring im ersten Stock fortgesetzt, wo alle Klassenzimmer vereint sind. Oben sind die privateren Programme in vier Volumen aufgeteilt, die das Gebäude zu den umliegenden Bergen öffnen.
Die tragende Fassade des Gebäudes umgibt das gesamte Gebäude gleichmässig wie ein Gewebe und verstärkt die Kohäsion des Volumens. Fassadenelemente und Fertigdecken prägen die Plastizität des Betons und veredeln die industrielle Bauweise.
Der Charakter des Gebäudes entsteht durch die Reduktion der Elemente, eine offene und flexible Infrastruktur, die auf Veränderungen im Laufe der Zeit reagieren kann. Der Campus wird als ein eigenständiges Gebäude interpretiert, in dem sich eine Stadt befindet.